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Dr. Walgenbach über Yoga nach BrustoperationDr. Walgenbach über Yoga nach Brustoperation

Yoga nach Brustkrebs-OP

Nach einer Brustkrebs-Operation können einige Nebenwirkungen auftreten wie Muskelkater-ähnliche Schmerzen, Ängste und Depressionen, aber auch von der Chemo- oder Hormontherapie ausgelöste Übelkeit, Erbrechen, Gelenkschmerzen und Hitzewellen. Yoga soll diese abschwächen können, aber wie?

Eine besonders sanfte Yoga-Art, Iyengar-Yoga, soll den Frauen nach einer Brust-OP und während weiterer Therapieformen dabei helfen, sich zu entspannen und loszulassen. Dabei werden viele Hilfsmittel wie Kissen, Decken, Stühle, Blöcke und Gurte eingesetzt, um es den Patientinnen so bequem wie möglich zu machen.

Die Hilfsmittel geben die nötige Unterstützung, um sich gut auf das Wesentliche konzentrieren zu können. Sie sollen auch Vertrauen zum Lehrer schenken und helfen, Fehler bei den Übungen zu vermeiden. Die Hilfsmittel sorgen dafür, dass Iyengar-Yoga für jeden praktizierbar ist und somit auch ältere, kranke und schwache Menschen ohne Stress, Sorge und Angst von den Vorteilen profitieren können.

In den ersten Wochen nach der OP bleiben die Patientinnen noch eher passiv und konzentrieren sich auf ihre Atmung und ihre Körperwahrnehmung, während die Yogalehrerin oder der Yogalehrer sie in den Posen (Asanas) unterstützt und darauf achtet, dass sie sich ohne Schmerzen und Anstrengung entspannen können. Nach und nach dürfen die Übungen auch aktiver werden, um Kraft aufzubauen und die Muskulatur wieder zu stärken.

Das Fatigue-Syndrom, eine chronische Erschöpfung, die bei 30 bis 40 Prozent der Patientinnen im Laufe ihrer Erkrankung auftritt und deutlich die Lebensqualität mindert, soll ebenfalls laut einer Studie im Journal of Clinical Oncology nach sechs Monaten regelmäßigem Üben um 57 Prozent abgeschwächt worden sein.