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Kostenübernahme bei Gigantomastie

Wer trägt die Kosten einer Brust-OP? Manchmal die Krankenkasse, aber nicht immer!

Unter Gigantomastie wird immer dann gesprochen, wenn die zu groß gewachsenen Brüste zusammengenommen mehr als zehn Kilo wiegen. Die übergroßen Brüste führen oftmals dazu, dass Frauen, die davon betroffen sind, aufgrund einer falschen Körperhaltung sehr häufig von Rücken- und Nackenleiden betroffen sind – ganz zu schwiegen davon, dass im Laufe der Zeit die gesamte Wirbelsäule permanenten Schaden erleiden kann. „Insbesondere wird dadurch die Lebensqualität der Frauen oft ziemlich stark eingeschränkt“, fügt Dr. Walgenbach ergänzend hinzu. Wie viele Frauen von diesem Problem betroffen sind, lässt sich nicht mit Bestimmtheit sagen. Bei der Techniker Krankenkasse stellten im Jahr 2012 beispielsweise insgesamt 325 Frauen einen Antrag auf Kostenübernahme, sodass die Gesamtzahl um ein Vielfaches höher sein dürfte.

Die Kosten für eine Brustverkleinerungsoperation liegen meist zwischen 5.000 und 7.000 Euro und werden in den seltensten Fällen von der Krankenkasse übernommen. Was grundsätzlich nicht übernommen wird, sind Operationen, die aus rein ästhetischen Erwägungen heraus vorgenommen werden. Vielmehr muss die Patientin gegenüber der Krankenkasse nachweisen, dass bei ihr eine sogenannte „medizinische Indikation“ vorliegt. Mit diesem Begriff ist nichts anderes gemeint, als dass ein Arzt der Patientin bescheinigt, dass ein Krankheitsbild aufgrund der zu großen Brüste vorliegt und dass diese Krankheit mit einem operativen Eingriff behandelt werden kann.

Sollte sowohl der Facharzt als auch der medizinische Dienst der jeweiligen Krankenkasse zu der Einschätzung gelangen, dass es sich beim vorliegenden Befund um einen Fall handelt, bei dem die „medizinische Indikation“ gegeben ist, stehen die Chancen für eine Kostenübernahme gut. Es lohnt sich daher immer, einen Antrag zu stellen, wenn die Patientin körperliche Leiden zu ertragen haben. Zuvor sollte allerdings ein ausführliches Beratungsgespräch mit einem Facharzt stattgefunden haben, da ohne ein entsprechendes Attest praktisch keine Aussichten auf eine Kostenübernahme vonseiten der Krankenkasse bestehen.

Bildquelle: AlexRaths/istockphoto.com