Die verschiedenen Verfahren

Welches Verfahren ist nun für Sie am geeignetsten?

Wenn die Brust nicht allzu groß ist und neben der Verkleinerung auch der Aspekt der Straffung von Bedeutung ist, kommt sicherlich eher die Methode zur Wahl, bei der im Wesentlichen nur ein vertikaler Schnitt gemacht wird und der Schnitt in der Unterbrustfalte begrenzt bleibt (Lejour – Technik).

Ist die Brust größer, wird das sehr sichere und sehr gut vorhersagbare Verfahren mit sogenanntem umgekehrten T-Schnitt und inferiorem Stiel angebracht. Dies bedeutet, dass die Schnittführung um den Brustwarzenhof geht, dann mittig unterhalb der Brustwarze vertikal nach unten und über die ganze Unterbrustfalte reichend.

Die einzelnen operativen Verfahren werden nun im Detail erläutert.

Operative Verfahren

bild31Bei allen Verfahren von Bedeutung ist der Erhalt der Durchblutung der Brustwarze. Um dies zu gewährleisten wurden im Laufe der Zeit verschiedene Verfahren entwickelt und verfeinert. Allen Verfahren gemeinsam ist, sicherzustellen, dass trotz der Verschiebens des Brustwarzenkomplexes an eine höhere, jugendlichere und kosmetisch vorteilhaftere Position, die Durchblutung und auch die Sensibilität erhalten bleiben. Dieser extrem wichtige Aspekt wird bei allen im Folgenden beschriebenen Verfahren bedacht.

Nach einem ausführlichen Beratungsgespräch und einer umfassenden Untersuchung kann das für Sie optimale Verfahren bestimmt werden.

 

Liposuction (Fettabsaugung)

Dieses Verfahren stellt die einfachste Form einer Brustverkleinerung dar und ist nur bei einem begrenzten Kreis von Patientinnen sinnvoll anwendbar.

Die ideale Patientin hat eine sehr gut geformte Brust mit normalen Maßen und einer am Brustkorb normalen Position. Der Brustwarzenkomplex befindet sich oberhalb der Unterbrustfalte. Es besteht keine Notwendigkeit zur Bruststraffung.

bild43In dieser Situation (oftmals bei einer jüngeren Patientin) kann die Volumenreduktion alleine durch eine Fettabsaugung erfolgen. Voraussetzung dazu ist, dass ein entsprechender Fettgewebsanteil in der Brust (neben dem Drüsengewebe) vorliegt. Dies kann in einer klinischen Untersuchung und zusätzlich mit Ultraschall sehr gut festgestellt werden.

Der große Vorteil dieses Verfahrens liegt darin, dass nur zwei wenige Millimeter große Schnitte notwendig sind. Es werden also keine Schnitte um den Brustwarzenhof, vertikal unterhalb der Brustwarze oder in der Unterbrustfalte gelegt. Damit wird der Eingriff so gut wie unsichtbar.

In den meisten Fällen wird die Liposuktion alleine nicht ausreichen. Um eine deutliche Verkleinerung der Brustgröße zu erreichen, müssen in der Operation Anteile von Brustdrüsengewebe, Fettgewebe und Haut entfernt werden. Der Brustwarzenvorhof wird in der Regel verkleinert, die Brustwarze wird nach oben versetzt. Die Schnittführung erfolgt um den Warzenvorhof herum, dann unterhalb der Brustwarze in der Mitte vertikal nach unten bis zur Unterbrustfalte und dann noch, je nach Technik, in der Unterbrustfalte. Die gesamte verkleinerte Brust erhält mit der Operation eine festere und jugendlichere Form. Allen Verfahren gemeinsam sind daher die sichtbaren narben um die Brustwarze herum und vertikal unterhalb der Brustwarze. Die später unsichtbare Narbe in der Unterbrustfalte variiert je nach Verfahren in ihrer Länge.

Vertikale Inzision (Lejour), ggf. kombiniert mit Liposuction

Dieses Verfahren ist eher angebracht, wenn die angestrebte Verkleinerung nicht so ausgeprägt ist und eher die Bruststraffung im Vordergrund steht. Die Verkleinerung kann dabei durch Wegschneiden von Gewebe oder aber auch einfacher durch Fettabsaugung (Liposuktion) erfolgen. Es schließt sich eine klassische Straffungsoperation an.

Inverted-T (Umgekehrte T-Schnittführung, häufigstes Verfahren)

Dies ist sicherlich das Standardverfahren bei einer großen bis sehr großen Brust. Die Schnittführung erfolgt hierbei um den Brustwarzenkomplex herum, nach vertikal unten und dann im Bereich der Unterbrustfalte. Anschließend werden ein mittlerer, seitlicher und oberer überschüssiger Gewebeanteil operativ entfernt. Der Brustwarzenkomplex bleibt an einem unteren Gewebestiel (sog. inferiorer Stiel) verbunden und kann dann nach oben, im Sinne einer Straffung, verschoben werden. Die Brust kann dabei deutlich verkleinert und gestrafft werden. Dieses Verfahren ist sehr sicher und vorhersagbar, insbesondere die Durchblutung und damit der Erhalt des Brustwarzenkomplexes ist dabei besonders gesichert. Wir verwenden dieses Verfahren als Standardverfahren für unsere Brustverkleinerungen und machen damit seit Jahren sehr gute Verfahren,

Freier Transfer des Brustwarzenkomplexes (extrem selten)

In extrem seltenen Fällen, wenn die Brust und damit der Brustwarzenkomplex sich extrem weit gesetzt haben, ist eine sichere Durchblutung der Brustwarze nach Hochsetzen unter Umständen nicht mehr gewährleistet. Um einem Absterben des Brustwarzenkomplexes vorzubeugen, wird in diesen Fällen der Brustwarzenkomplex (Brustwarze und Brustwarzenvorhof) von der Brust abgetrennt und als freies Transplantat an der neuen, höheren Stelle transplantiert. Damit ist die Wahrscheinlichkeit des Anwachsens deutlich erhöht. Allerdings geht bei diesem Verfahren das Gefühl der Brustwarze (die Sensibilität) auf jeden Fall verloren.

Brustimplantate für individuelle Lösungen – das Biodynamic-System

Gezielte Planung der Brustvergrößerung verhindert unerwartete Ergebnisse

Individuelle Frauen brauchen individuelle Lösungen. Mit dem Biodynamic-System, das exklusiv für Allergan-Implantate angewendet wird, sind wir in der Lage, Ihr ideales Brustimplantat schon vor der Operation so präzise wie möglich zu bestimmen und ein maßgeschneidertes Ergebnis zu erzielen.

Mit Hilfe des computergestützten Biodynamic-Systems können Form und Größe der Brust schon vor dem geplanten Eingriff sehr real und bildlich dargestellt werden.

Zunächst werden verschiedene Faktoren bei der Untersuchung der Brust erfasst und dokumentiert. Dazu gehören:

Die Breite und Höhe der Brustwand, die Breite der Brustbasis, der Abstand vom Hals (Grube am Oberrand des Brustbeins) bis zur Brustwarze ( sog. Jugulum-Mamillen-Abstand), der Abstand zwischen den Brustwarzen, die Beurteilung der Haut in Bezug auf Elastizität und Dehnbarkeit („welche Hautmenge steht zur Verfügung?“), die Beweglichkeit der Brust auf der Brustwand sowie die Proportionen von Haut, Muskeln und Brustdrüse zueinander.

Anschließend kann die Patientin mit dem Biodynamic-System mit Probe-Brustimplantaten (sog. Sizern) die ideale Brustgröße realistisch testen. Damit gelingt es auf einzigartige Weise, das spätere Resultat nach der OP zu simulieren. Sie können im Spiegel das voraussichtliche Ergebnis der Brustvergrößerung sehen. Die Probe-Brustimplantate, getragen in einem Spezial-BH, vermitteln Ihnen einen realistischen Eindruck der neuen Brustgröße und –form. Sie können damit vorab bestimmen, ob die Brust in Größe und Form Ihren Vorstellungen entspricht. Unrealistische, zu große und unnatürliche; aber auch zu kleine Ergebnisse können damit vermieden werden.

Damit steht zum ersten Mal ein System zur Verfügung, bei dem die Patientin selbst über die zukünftige Form und Größe ihrer Brust mitbestimmen kann – anders als früher, als diese Entscheidung erst während der Brustoperation vom Arzt getroffen wurde. Der Plastische Chirurg geht mit einem vor dem Eingriff ausgewählten Implantat in die Brustoperation, das Auswählen der richtigen Größe während der Brustoperation, ohne Einflussmöglichkeit der Patientin entfällt.

Sie sind damit aktiv in den Entscheidungsprozess eingebunden, wir stehen mit unserer Erfahrung beratend zur Seite, um für Sie ein ideales Ergebnis – Ihre Traumbrust – zu erzielen.