Bruststraffung: Was passiert am Op-Tag?

bild29Am Op-Tag kommen Sie nüchtern zur Aufnahme in die Klinik. Nüchtern heißt neben einer Nahrungskarenz von 6 Stunden auch kein Rauchen mehr für mindestens 6 Stunden vor Op!

Ihr behandelnder Arzt wird Sie begrüßen und nochmals eine kurze Besprechung mit Ihnen haben. Neben der Frage nach Ihrem aktuellen Gesundheitszustand wird auch nochmals das geplante operative Vorgehen mit Ihnen besprochen und bestätigt.

Daran schließt sich ein wesentlicher Teil der Vorbereitungen an, das Anfertigen der Vorher-Bilder sowie das Einzeichnen der Schnittführung. Dies wird an der stehenden Patientin vorgenommen. Dabei wird die Unterbrustfalte markiert und dann in Proportion zur Brust die neue Position der Brustwarze festgelegt. Grundsätzlich soll die Brustwarze mittig auf der Brust in Projektion den höchsten, prominentesten Punkt darstellen. Sie schaut dabei leicht nach außen und sehr diskret nach oben. Von der Mittellinie ist die Position der Brustwarze ca. 10-11 cm entfernt. Dies kann allerdings je nach Größe und Form des Brustkorbes variieren.

Die Höhe der Brustwarzenposition wird heute altersentsprechend festgelegt. Während man vor einigen Jahren noch versuchte, immer die ideale Position der 18-jährigen zu erreichen, sollte man heute wesentlich individueller vorgehen. So wird man die neue Position der Brustwarze bei einer 55-Jährigen sicher etwas tiefer ansetzen als bei einer 35-jährigen Patientin. Anschließend wird noch der Hautüberschuss, welcher entfernt werden soll, markiert. Sollte die Bruststraffung mit einer Implantateinlage kombiniert werden, kann der Hautüberschuss, der entfernt werden soll, endgültig erst während der Operation festgelegt werden. Dies gilt grundsätzlich natürlich für jedes Vorgehen, da sich immer wieder kleine Veränderungen ergeben, auf die individuelle erst während der Operation reagiert werden kann und die ein leichtes Abweichen, bzw. Ergänzen vom ursprünglich markierten Op-Plan notwendig machen.

bild42Nachdem Sie in den OP gebracht wurden, wird Sie das Anästhesie-Team in Empfang nehmen und mit den Vorbereitungen zur Einleitung der Narkose beginnen.

Damit Ihre Schönheitsoperation ein Erfolg wird, ist die Zusammenarbeit von vielen Beteiligten notwendig. Nur ein starkes, sehr gut ausgebildetes Team kann dies gewährleisten.

Nach der Lagerung auf dem OP-Tisch und dem Beginn der Narkose erfolgt die gründlich Desinfektion des Op-Gebietes und das sterile Abdecken. Schon vor Beginn der eigentlichen Operation wird Ihnen zur Vorbeugung von Infektionen ein Antibiotikum verabreicht.

Alle Nähte an der Brust sind versenkt, das verwendete Nahtmaterial löst sich nach einigen Monaten komplett auf. Fäden müssen also nach der Operation nicht gezogen werden. Es können sich allerdings nach einigen Wochen Fadenenden durch die Narben durchdrücken, was zu einer kleinen Entzündung führen kann. Die Fadenreste müssen dann einfach gekürzt, bzw. entfernt werden.

Auf das Einlegen einer Drainage kann bei einer Bruststraffung in der Regel verzichtet werden.

Der Verband erfolgt mit Klammerpflastern (z.B. Steristrips®), die zwei Wochen auf der Wunde verbleiben und einem zusätzlichen Schutzpflaster, welches nach einigen Tagen entfernt werden kann.