Warum erschlafft das Brustgewebe?

Im Laufe des Lebens lassen die bindegewebigen Strukturen der Brust (sog. Cooper’sche Bänder) nach, die die Brust in einer idealen Form halten. In seltenen Fällen ist dies schon sehr früh nach Abschluss der Brustentwicklung der Fall, in den meisten Fällen ist es einfach eine altersentsprechende Entwicklung. In vielen Fällen spielen Gewichtsveränderungen, wie sie bei Schwangerschaften oder bei starken Gewichtsreduktionen auftreten können, eine Rolle.

Da die weibliche Brust ein äußeres Organ ist und keine Muskulatur enthält, kann eine Verbesserung der Form durch Training nicht erfolgen. Ebenso kann das Tragen eines BHs nicht vor Erschlaffung des Brustgewebes schützen.

Brust2Eine schöne, ästhetische wohlgeformte straffe Brust bei Frauen gilt als Symbol für Weiblichkeit und Attraktivität. Die weibliche Brust unterliegt im Laufe der Zeit vielerlei Einflüssen und Faktoren, die die Größe, Form und Festigkeit der Brust negativ beeinflussen und verändern können. Die wesentlichen Faktoren dabei sind Schwangerschaft und Stillzeit, stärkere Gewichtsveränderungen, die kontinuierliche Wirkung der Schwerkraft, ein zunehmendes Alter oder auch angeborene Bindgewebsschwächen. Wenn sich, meist mit zunehmendem Alter, die Elastizität der Haut verändert, verändert sich damit auch die Form und die Straffheit der Brust; die Brust hängt verstärkt durch, oft entstehen sichtbare Volumendefizite. Diese Volumendefizite sind vor allen Dingen in den oberen Anteilen der Brust (den sogenannten beiden oberen Quadranten der Brust) lokalisiert. Diese Veränderungen können auch in jüngerem Alter nach Schwangerschaft und Stillzeit auftreten. Gerade hier beklagen viele Patientinnen neben der Formveränderung einen Volumenverlust in diesen oberen Brustanteilen (sogenannte Involution der Brust, Involutionsatrophie). In vielen Fällen kommt es zusätzlich auch zu einer absoluten oder in Proportion zur durch oben genannten Veränderungen Verkleinerung der Brust Vergrößerung des Brustwarzenhofes (der Areola).