Die Operation

Grundsätzlich stehen für eine Bruststraffung mehrere Verfahren zur Verfügung.

Es ist daher besonders wichtig direkt zu Beginn die Situation richtig einzuschätzen und die Patientin entsprechend korrekt zu beraten. Ebenso wichtig ist es, falschen Vorstellungen der Patientinnen vorzubeugen, indem sehr realistisch über das zu erwartende Ergebnis gesprochen wird.

Entsprechend der unterschiedlichen Ausgangssituation und der unterschiedlichen Wünsche der Patientin, wird dann die für die individuelle Situation optimale Operationstechnik ausgewählt.

Augmentation (Brustvergrößerung)

Die Bruststraffung durch Vergrößerung ist die einfachste Variante

Der technisch einfachste Fall zur Korrektur einer erschlafften Brust ist die alleinige Brustvergrößerung mittels Implantateinlage. Dieses Verfahren ist nur geeignet, wenn die Brustmaße und vor allem die Position der Brustwarze stimmen. In Frage kommt das Verfahren vor allem bei der alleinigen Involution, d.h. dem Volumenverlust der Brust, z.B. nach Schwangerschaft.

Je größer das Implantat gewählt wird, desto besser kann die Erschlaffung der Brust korrigiert werden, ohne, dass weitere Straffungsmaßnahmen notwendig werden. Allerdings muss dabei beachtet werden, dass mit zunehmender Größe des Implantats auch das Gewicht zunimmt, dass am Brustgewebe zieht, was wiederum zu einer schnelleren erneuten Erschlaffung führen kann. Daher sind der Implantatgröße Grenzen gesetzt.

Die Implantateinlage kann über dem Brustmuskel (subglandulär, unter der Brustdrüse) oder unter dem Brustmuskel (submuskulär) erfolgen. Ist genügend Brustgewebe und –volumen vorhanden, wird in aller Regel eine Implantateinlage über dem Muskel, also direkt unter der Brustdrüse erfolgen, da das Implantat dabei besser in den Hautmantel abgleitet.

Mastopexie mit vertikaler Inzision – Bruststraffung mit minimaler Narbenführung?

Periareoläre Mastopexie

Dieses Verfahren ist nur in wenigen Fällen geeignet, Ihnen das gewünschte Ergebnis zu geben. Gerne wird dieses Verfahren als die „unsichtbare, fast narbenlose“ Bruststraffung angepriesen. In den wenigsten Fällen kann dabei gehalten werden, was versprochen wird!

Bei der periareolären Straffung erfolgt die Schnittführung nur um den Brustwarzenhof. Effektiv kann damit nur ein schmaler Hautstreifen entfernt werden, die Straffung erfolgt nur auf Hautebene, das tieferliegende Drüsengewebe wird nicht gestrafft. Damit bleibt der zu erreichende Effekt begrenzt. Das Verfahren eignet sich daher nicht zu einer vollständigen Straffung, sondern nur zu einer leichten Straffung mit allenfalls geringem Anheben der Brustwarze. Der Vorteil der Narbenführung nur um den Brustwarzenhof herum wird dadurch relativiert. Insgesamt hat man nach jahrelanger Erfahrung eher den Eindruck, dass die vertikale Narbe der vollständigen Straffung in vielen Fällen feiner abheilt und schneller verblasst als die periareoläre Narbe.

Mastopexie mit Verkleinerung – Bruststraffung mit Brustverkleinerung

Mastopexie mit Eigenfett-Transfer

Zusätzlich zur Straffung kann ein Volumenzuwachs auch mittels sogenanntem Eigenfett-Transfer erreicht werden.

Dabei wird der Volumenzuwachs nicht mittels eines Brustimplantats erreicht sondern durch den Transfer von Eigenfett.

Dabei wird zunächst Fettgewebe durch Liposuction (Fettabsaugung) von anderen Regionen des Körpers gewonnen. Diese Fettgewebe wird dann in einem speziellen Verfahren mehrfach gewaschen und hoch gereinigt. Das so gewonnene Fettgewebe wird dann mit feinen Kanülen in die Brust injiziert. Dies geschieht vor allem in die Fettgewebsschichten und unter das Drüsengewebe.

Dabei können bis zu 300 ml pro Brust eingespritzt werden, was einer Größenzunahme um ca. zwei Cup-Größen entspricht. Allerdings wird ein Teil des eingespritzten Gewebes wieder abgebaut, sodass ca. 60-70% der ursprünglich eingespritzten Menge erhalten bleiben. Dies muss bei der Planung der Operation berücksichtigt werden. In manchen Fällen ist auch eine zweite Eigenfett-Transplantation notwendig, um das gewünschte Volumen zu erreichen.

Nach dem Eigenfett-Transfer wird dann in gleicher Operation die Bruststraffung wie vorab beschrieben durchgeführt.

Das Verfahren kann aufwendiger sein, der Vorteil liegt aber darin, dass zur Vergrößerung und Formung der Brust nur körpereigenes Gewebe verwendet wird.