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Dr. Walgenbach Brustoperationen durch die AltersstufenDr. Walgenbach Brustoperationen durch die Altersstufen

Brustoperationen im Lebenszyklus

Schöne wohlgeformte Brüste zu haben, ist unabhängig vom Alter ein großer Wunsch vieler Frauen. Allerdings gibt es verschiedene Voraussetzungen, die je nach Altersklasse variieren können und daher die Bedingungen und Beratung für eine mögliche Brustvergrößerung verändern.

Die goldenen 20er

In ihren 20ern sind die meisten Frauen körperlich bereits vollkommen entwickelt, was eine wichtige Voraussetzung für einen kosmetischen operativen Eingriff ist. Aber auch die Persönlichkeit sollte so gut ausgereift sein, dass die Frau diese Entscheidung, die sie für ihr ganzes Leben trifft, bewusst treffen und mögliche Risiken abwägen kann. Die Familienplanung muss ebenso in die Entscheidung einfließen, da eine Operation beispielsweise das Stillen beeinflussen kann. Wichtig ist auch zu wissen, dass Gewichtsschwankungen, Schwangerschaften und natürliche Gewebeerschlaffungen die Form der Brust verändern können und deshalb eventuell eine Nachbesserung nach einigen Jahren in Erwägung gezogen werden muss. Andererseits können durch eine frühzeitige Korrektur die psychische Belastung durch Fehlbildungen der Brust stark gemindert und das Selbstwertgefühl aufgebaut werden.

Mit Natürlichkeit in die 30er

Mit zunehmendem Alter steigt auch der Wunsch nach einer schön proportionierten, aber natürlich aussehenden Brust. Daher sind vor allem anatomische Implantate gefragt, die dank ihrer Tropfenform einen besonders hohen Grad an Natürlichkeit gewährleisten. Durch Schwangerschaften und der natürlichen Erschlaffung von Binde- und Drüsengewebe ist es häufig sinnvoll, neben dem Einsatz eines Implantats eine Straffung des umliegenden Gewebes durchzuführen. Die Gesundheitsrisiken sind in dieser Altersklasse in der Regel relativ gering, da die meisten Frauen körperlich recht fit sind und sich von der Operation schnell erholen. Außerdem haben sie sich erfahrungsgemäß bereits länger mit dem Thema beschäftigt und sind gut auf das vorbereitet, was auf sie zukommt.

Wiederherstellung in den 40ern

Statistisch gesehen beträgt das Durchschnittsalter der Patientinnen, die eine Schönheitsoperation machen lassen, 41,4 Jahre. In dieser Altersklasse ist gewöhnlich der Wunsch nach einer Brust, wie sie vor Schwangerschaften aussah, am größten. Dies ist mit einer Kombination aus Straffung und dem Einsatz eines anatomischen Implantats möglich. Für Frauen in diesem Alter spielt außerdem langsam die Krebsvorsorgeuntersuchung eine Rolle: Neben den vorgesehenen Mammographien sind zusätzlich Ultraschall- und MRT-Untersuchungen sinnvoll, um eine ausreichende Brustkrebsvorsorge zu ermöglichen.

Gestrafft in die 50er

Die meisten Frauen, die sich in ihren 50ern eine Brustoperation wünschen, möchten wieder ihre wohlgeformte natürliche Brust wiederherstellen. Auch hier ist es sinnvoll, eine Straffung mit einer Brustvergrößerung durch anatomische Implantate und/oder Eigenfett zu kombinieren. Vorher muss allerdings gründlich abgeklärt werden, ob Erkrankungen vorliegen, die den Eingriff verkomplizieren könnten. Zu diesen Erkrankungen zählen zum Beispiel Bluthochdruck, Diabetes, Herzrhythmusstörungen und ähnliches. Gerade in diesem Alter ist Brustkrebsvorsorge ein sehr wichtiges Thema. Es wird unbedingt empfohlen, regelmäßig alle zwei Jahre eine Ultraschall- und MRT-Untersuchung zu machen.

Mit 66 Jahren, da fängt das Leben an

Warum sollte das Privileg, sich schöne Brüste zaubern zu lassen, nur jüngeren Frauen zustehen? Auch Frauen jenseits der 50er interessieren sich dafür, ihr Dekolleté straffer und voller aussehen zu lassen. Vorher sollte allerdings zur Sicherheit eine Mammographie gemacht werden. Ansonsten muss sichergestellt werden, dass die Patientin fit genug für eine Operation ist und keine Komplikationen durch Vorerkrankungen auftreten.

 

Statistik Durchschnittsalter: https://de.statista.com/themen/1058/schoenheitsoperationen/

Bildnachweis: Getty Images/ antonio_diaz