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Nachsorge Brust OP Dr. WalgenbachNachsorge Brust OP Dr. Walgenbach

Nach der Brust-OP: Wichtige Hinweise zur Nachsorge

Viele Frauen erfüllen sich mit einer Brustoperation ihren Traum von einer schön geformten und prallen Brust. Die Entscheidung für einen solchen Eingriff sollte aber immer gut überlegt sein. Neben einer ausführlichen und individuellen Beratung und der fachgerechten Durchführung einer Brustoperation, ist es wichtig, auf die richtige Nachsorge zu achten. So können Schmerzen und postoperative Komplikationen nach der Brustvergrößerung vermieden und langfristig ein ästhetisches Ergebnis erzielt werden.

 

Die ersten Tage nach der Operation

Insbesondere in den ersten Tagen nach der Operation sollten Sie sich schonen und ausruhen. Ein Eingriff unter Vollnarkose ist immer eine Belastung für den Körper und darf nicht unterschätzt werden. Oft bleiben Patientinnen noch ein bis zwei Tage zur Überwachung und Kontrolle in der Klinik. Leichte Schmerzen nach der Operation sind ganz normal, der Körper muss sich noch an die Implantate und an das neue Gewicht gewöhnen. Außerdem müssen die Wunden verheilen. In den ersten Tagen wird deshalb empfohlen, bequeme und lockere Kleidung zu tragen, die sich leicht an- und ausziehen lässt. So wird so wenig Druck wie möglich auf die Brüste ausgeübt. Außerdem sollten Sie einen speziellen Kompressions-BH tragen, der die Brüste optimal unterstützt und ein Verrutschen der Implantate verhindert.

 

Zwei Wochen nach der Operation

Auch zu Hause sollten Sie auf die richtige Pflege und Nachsorge achten. Um Entzündungen und Wundheilungsstörungen zu vermeiden, dürfen Sie die Operationswunden nicht mit den Fingern berühren. Eine Woche nach der Operation kann wieder geduscht werden. Auf einen Besuch im Schwimmbad oder in der Sauna sollten Sie aufgrund von Keimen und Bakterien länger verzichten. Die Fäden werden nach ca. 10 bis 14 Tagen gezogen. Ab diesem Zeitpunkt können pflegende und leichte Narbencremes verwendet werden, um die Narben geschmeidiger und unauffälliger zu machen und die Haut bei der Regeneration zu unterstützen. Sobald die Fäden gezogen worden sind, sind auch wieder leichte körperliche Belastungen, wie beispielsweise die Arbeit im Haushalt, erlaubt.

 

Nach 6 bis 8 Wochen

Zu den körperlichen Belastungen, auf die nach der Operation verzichtet werden sollte, zählt auch Sport. Nach 6 bis 8 Wochen kann wieder mit einem leichten Training begonnen werden. Wichtig ist, dass Sie dabei keine Schmerzen mehr haben. Extremsportlern wird geraten, mehrere Monate auf ihr Sportprogramm zu verzichten. Neben den körperlichen Anstrengungen sollten Sie auch auf ihre Schlafposition achten, um Nachblutungen zu vermeiden. In den ersten Wochen nach einer Brustoperation sollte deshalb nur auf dem Rücken geschlafen werden. Nach 6 bis 8 Wochen ist Bauchschlafen wieder gestattet, sofern dies keine Schmerzen bereitet. Weiterhin sollten Sie auch in dieser Zeit den Stütz-BH tragen. Büstenhalter, die die Brust extrem anheben, sollten in der Heilungsphase nicht getragen werden. Auch hier kann es sonst zu einer Fehlstellung der Implantate kommen.

 

Kontrolltermine

Für eine komplikationsfreie Wundheilung und das gewünschte ästhetische Ergebnis sollten alle Nachsorge- und Kontrolltermine beim Facharzt wahrgenommen werden. Hier werden unter anderem die Fäden gezogen, die Verbände gewechselt und das Operationsergebnis kontrolliert. Da die genannten Zeiträume der Nachsorge immer individuell auf die Patientin angepasst werden müssen, ist es wichtig, den genauen Ablauf nach der Operation mit dem Arzt zu besprechen. Sollten Sie starke Schmerzen nach der Operation haben, wenden Sie sich umgehend an den behandelnden Arzt. Eigenmedikation ist in keinem Fall sinnvoll und kann zu weiteren Komplikationen führen.

 

 

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